
AKTE 114
Band 2 · Kapitel 6 · Trias
Deutscher FundSelbst finden
Ceratites nodosus (Ammonit)
Name bedeutet: Horn-Stein (wegen der Form) – der Knotige
Welche Laute die Tiere im Urmeer machten, weiß niemand. Viele konnten wohl gar keine Töne erzeugen. Hör dir an, wie es im Urzeit-Ozean gerauscht haben könnte.
Steckbrief
Die wichtigsten Fakten
- Name bedeutetHorn-Stein (wegen der Form) – der Knotige
- LieblingsnahrungVermutlich Plankton und kleine Tiere
- Wann es lebteVor etwa 240 bis 235 Millionen Jahren
- GrößeSchale meist 5 bis 15 Zentimeter Durchmesser
- GewichtEtwa so schwer wie eine Mandarine bis ein Apfel (geschätzt)
- BesonderheitenEin Ammonit: Er lebte in einer aufgerollten Schale mit vielen Kammern voller Gas – wie in einem kleinen U-Boot. Die gezackten Linien auf dem Stein sind die Ränder der Kammerwände.
- Verwandte heuteTintenfische und Kraken – mit ihnen enger verwandt als mit dem Perlboot
So groß im Vergleich zu dir
Ein Kind ist etwa 1,30 m groß. Ceratites nodosus (Ammonit) war kleiner als du: nur etwa 15 cm lang.
Wissenschaftlicher Hintergrund
- Entdeckt / beschrieben von
- Jean-Guillaume Bruguière (als Ammonites nodosus)
- Jahr
- 1789
- Fundort
- Oberer Muschelkalk in Süd- und Mitteldeutschland (u. a. Baden-Württemberg, Franken, Thüringen, Westfalen)
Ceratiten lebten im flachen Muschelkalk-Meer, das in der Trias weite Teile Deutschlands bedeckte. In Steinbrüchen findet man sie bis heute – vielleicht entdeckst du selbst einen! Die Ceratiten starben am Ende der Trias aus, andere Ammoniten lebten noch bis zum Ende der Dinosaurierzeit.
Akten-Quiz: Hast du gut aufgepasst?
Drei Fragen zu dieser Akte. Die Antworten stehen im Steckbrief.
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